| Donauschwaben |
| Donauschwäbische Kulturstiftung |
| Donauschwaben → Verbände → Kulturstiftung → Aktuelles → Archiv |
Serbischer Film: "Die Donauschwaben" von Marko Cvejic
Die gesammelten Meldungen zu Marko Cvejics Film „Die Donauschwaben“:
2012-05-08 Absage an Kollektivschuld – Doku-Drama in Freiburg und Haßloch (4./5. 5. 2012) 2012-05-04 Serbischer Generalkonsul empfindet „Trauer und Mitgefühl“ (3.5.2012) 2012-04-20 Serbischer Film tourt ab 3. Mai 2012 durch Deutschland 2012-04-07 „Das Böse lebt ewig“ – Achte Station der Film-Tour in Rudolfsgnad (3.4.2012) 2012-03-19 Schuld muss individuell sein” – Zweite Station der Film-Tour in Feketitsch (18.3.2012) 2012-03-16 „Den Studenten zeigen“ - Erfolgreicher Auftakt der Film-Tour in Apatin (15.3.2012) 2012-03-04 18 Termine: Film-Tour von „Die Donauschwaben“ beginnt am 15. März 2012-01-23 Serbischer Film jetzt auch auf youtube 2011-12-10 Serbischer Film: Furiose Premiere in Belgrad vor 300 Besuchern 2011-11-04 Serbischer Film ab sofort als DVD lieferbar 2011-10-31 Serbischer Film: Vorführungen im Banat und in der Batschka 2011-06-26 Serbischer Film: Erfolgreiche Premiere in Neusatz 2011-06-02 Serbischer Film "Die Donauschwaben": 15. Juni Premiere in Neusatz 2011-03-10 Donauschwäbische Kulturstiftung fördert serbischen Film
Absage an Kollektivschuld – Doku-Drama in Freiburg und Haßloch (4./5. 5. 2012)Nach der Deutschlandpremiere am 3. Mai 2012 in München wurde der Dokumentationsfilm „Die Donauschwaben“ von Marko Cvejic wenig später auch in Freiburg und Haßloch mit großem Interesse und viel Sympathie aufgenommen. In einem Hörsaal der Freiburger Universität sahen am 4. Mai rund 55 Personen – darunter eine größere Gruppe Banater Schwaben, aber auch viele Binnendeutsche – Filmausschnitte und beteiligten sich rege an einer Diskussion mit dem jungen serbischen Regisseur und der slowenischen Hauptdarstellerin Zala Vidali. Zu der Veranstaltung hatte der Ostdeutsche Akademische Arbeitskreis/Kopernikuskreis eingeladen, der in jedem Semester mit mindestens zwei hochschulöffentlichen Vorträgen die Geschichte und Gegenwart verschiedenster jenseits der Staatsgrenzen lebender deutscher Volksgruppen thematisiert. Als nächstes ist am 21. Juni 2012 Leni Perencevic vom Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm zu Gast und spricht zum Thema „Donauschwäbische Erzählungen über Flucht, Vertreibung und Lagerleben. Beispiele aus den volkskundlichen Sammlungen des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde in Freiburg“ (18.15 Uhr; Hörsaal 1098 im Kollegiengebäude I).
4. Mai 2012: Die Besucher der Veranstaltung an der Universität in Freiburg lesen aufmerksam die von Regisseur Marko Cvejic verteilten Prospekte über das Filmprojekt - Foto: Zala Vidali Im pfälzischen Haßloch kamen 130 Personen ins katholische Pfarrzentrum St. Ulrich, in das neben der örtlichen Donaudeutschen Landsmannschaft und der Donauschwäbischen Kulturstiftung auch der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) geladen hatte. Der Zustrom der weit überwiegend donauschwäbischen Besucher war derart groß, dass vor der Präsentation des mit deutschen Untertiteln versehenen Doku-Dramas zusätzliche Stühle in den prallgefüllten Gemeindesaal getragen werden mussten.
5. Mai 2012: Die dritte Veranstaltung in Deutschland zog am meisten Zuschauer an. 130 Personen fanden sich nach Haßloch ein. - Foto: Jürgen Schneider Nach der Begrüßung durch Alexander Breinich, den Vorsitzenden der Donaudeutschen in Haßloch, und Martin Schmidt als DKS-Vorstandsmitglied und rheinland-pfälzischer Landesvorsitzender des VDA wurde der gesamte Film gezeigt. So mancher Angehörige der Erlebnisgeneration zeigte sich von den Interviews mit heimatverbliebenen Lageropfern und deren ungeschminkt wiedergegebenen dramatischen Inhalten sichtlich bewegt. Einige mussten die Vorstellung kurzzeitig verlassen, um sich zu fassen. Gerade die Erlebnisgeneration fand den Film sehr wichtig, um das Thema für die Jüngeren interessant zu machen. Bereits beim anschließenden Imbiss mit donauschwäbischen Spezialitäten und Pfälzer Wein war aus den lebhaften Gesprächen die große Anerkennung für Marko Cvejic und dessen Filmteam erkennbar. Der Respekt für den Mut und die Sachlichkeit des Regisseurs wurde dann in der abschließenden Podiumsdiskussion mit Worten – unter anderem von Josef Jerger (stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben) – und kräftigem Beifall auch deutlich zum Ausdruck gebracht. Ebenso klar vernehmbar war der Wunsch nach einem positiven Aufbruch in den deutsch-serbischen Beziehungen, getragen von gegenseitigem Respekt, Zukunftsorientierung und Offenheit bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Der Film „Die Donauschwaben“ von Cvejics Produktionsfirma Mandragorafilm (www.mandragorafilm.com) wurde allgemein als erfreuliches Signal gedeutet; die zum Kauf angebotenen DVDs gingen weg wie warme Semmeln. Marko Cvejic selbst betonte in einer Stellungnahme, dass Gewalt und Verbrechen „universale Kategorien“ seien und lehnte jegliche Kollektivschuld ab, denn „es soll nie ein Kollektiv für die Schuld Einzelner schuldig gemacht werden“. Mit Blick auf die deutsch-serbischen Beziehungen sowie das Schicksal der Donauschwaben aus Serbien erklärte er, es gehe nicht darum, „wer angefangen hat, sondern wir sollten einfach darüber reden, was geschehen ist“. Serbischer Generalkonsul empfindet „Trauer und Mitgefühl“ (3.5.2012)Großer Andrang herrschte am 3. Mai 2012 bei der Deutschland-Premiere des Doku-Dramas „Die Donauschwaben“ des serbischen Regisseurs Marko Cvejic im Münchner Haus des Deutschen Ostens (HDO). Der größte Raum war mit 90 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich der serbische Generalkonsul Boro Suput den Film angesehen. In seinem Grußwort sprach Suput deshalb von „Trauer und Mitgefühl“, das er beim Ansehen empfunden hatte. „Danach verspürte ich das Bedürfnis, mit diesen Menschen zu reden“, betonte der ranghöchste Diplomat der Republik Serbien in Bayern. Ferner lobte Suput den humanistischen Ansatz des Doku-Dramas. Neben Regisseur Cvejic war in München auch die Hauptdarstellerin Zala Vidali anwesend. Sie gestand, dass sie vor dem Filmprojekt überhaupt nichts über die Geschichte der Donauschwaben gewusst hatte. Nun sei sie aber sehr stolz, an diesem Film mitgewirkt zu haben. Den Terminen in Deutschland wird übrigens im Sommer eine Tour durch Kroatien folgen.
Erste Reihe: HDO-Direktor Dr. Ortfried Kotzian (links) und Boro Suput, Generalkonsul der Republik Serbien (rechts) - Foto: Marko Cvejic
Erste Reihe: Generalkonsul Boro Suput (links) und die slowenische Schauspielerin Zala Vidali (rechts) - Foto: Marko Cvejic
Um dem Besucherandrang gerecht zu werden, wurden zwei Leinwände aufgebaut. Dadurch konnte der Film aus zwei Räumen gesehen werden. Foto: Marko Cvejic Serbischer Film tourt ab 3. Mai 2012 durch DeutschlandSeit 15. März 2012 tourt der serbische Regisseur Marko Cvejic nun mit seinem bemerkenswerten Film „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) durch die Vojvodina. Apatin, Weißkirchen, Rudolfsgnad und eine Reihe weiterer Orte hat er bereits besucht, insgesamt stehen bis zum 27. April dreizehn Orte auf dem Programm. Über den erfreulichen Verlauf – an jede Filmvorführung schließt sich eine Podiumsdiskussion mit serbischen Intellektuellen an – berichten wir auf unserer Internetseite sehr ausführlich und aktuell (siehe Menüpunkt „Archiv“ bzw. den Link: Die gesammelten Meldungen zu Marko Cvejics Film „Die Donauschwaben“ ).
Am Samstag, dem 5. Mai 2012 gastieren Regisseur Marko Cvejic und Schauspielerin Zala Vidali in Haßloch - eine Veranstaltung der Donauschwäbischen Kulturstiftung, des VDA (Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland) und der Donaudeutschen Landsmannschaft Kreisverband Haßloch ( www.donaudeutsche-hassloch.de ) - Fotos: Alexander Josef Breinich Nun kommt der Regisseur nach Deutschland, bei den drei Veranstaltungen im Mai in Begleitung der Hauptdarstellerin Zala Vidali. Die Termine lauten:
Donnerstag, 3. Mai (19 Uhr): München, Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5
Szene aus dem Film "Die Donauschwaben" - Foto: Marko Cvejic In München wird Boro Suput, Generalkonsul der Republik Serbien, anwesend sein und ein Grußwort sprechen.
Szene aus dem Film "Die Donauschwaben" - Foto: Marko Cvejic
Inzwischen gibt es auch eine Fassung mit deutschen Untertiteln. Diese DVD ist ab sofort über das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm zu beziehen. Die Kontaktdaten lauten: Hier noch einmal die wichtigsten Informationen zum Film „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe): Im Doku-Drama (75 Min./2011/Serbisch mit deutschem Untertitel) des 33-jährigen Regisseurs Marko Cvejic, der in der Vojvodina aufgewachsen ist und inzwischen in Belgrad lebt, stehen die Donauschwaben im Mittelpunkt. Cvejic sieht sich als Kämpfer für Menschenrechte in Serbien und will mit diesem Film die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den donauschwäbischen Zivilisten im Tito-Jugoslawien in den Jahren 1944 bis 1948 thematisieren.
Prospekt der Filmproduktionsfirma "Mandragora Film" ( www.mandragorafilm.com ) zur Film-Tour Der Film wurde finanziell gefördert von der Donauschwäbischen Kulturstiftung (München) sowie dem Provincial secretariat for the culture (Novi Sad) – also dem Kultursekretariat der Vojvodina - und dem Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm. „Mein Vater sagte mir, ich wäre ein Ungar“ - Neunte Station der Film-Tour in Kikinda (10.4.2012)150 Besucher fanden sich am 10. April 2012 in den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Nationalmuseums in Kikinda (Banat) ein, um der neunten Station der Film-Tour von Regisseur Marko Cvejic mit seinem Doku-Drama „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) beizuwohnen. Die Gemeinde Kikinda umfasst neben der Stadt noch neun umliegende Orte und weist laut Volkszählung aus dem Jahre 2002 rund 67 000 Einwohner aus. Davon bekannten sich 76 Prozent als Serben, dreizehn Prozent als Ungarn. An der Podiumsdiskussion, die sich an die Film-Vorführung anschloss, beteiligten sich die Historikerin Marijana Toma, der Schriftsteller Srdan Tesin und Regisseur Marko Cvejic. Besonders bewegend waren die Äußerungen eines Zuhörers, der einen sehr persönlichen Zugang zum Film fand. „40 Jahre lang dachte ich, dass ich ein Ungar wäre, weil mein Vater mir das so gesagt hatte. … Mein Vater war ein Deutscher, aber nach dem Krieg hat er sich als Ungar ausgegeben – wegen seiner Familie. Die Deutschen schwiegen in ihren Familien“, zeigte sich der Teilnehmer schockiert, dass nicht einmal sein eigener Vater sich getraut hatte, über die Identität der Familie zu sprechen. Bemerkenswert auch die Aussagen von Gordana Perunovic Fijat vom Kulturzentrum Kikinda: „Wir haben darüber in der Schule nichts gelernt, aber in meiner Familie gab es ältere Personen, die gesagt haben, dass Geschichte nicht nur das ist, was in der Schule gelernt wird und auf diese Weise erfuhr ich von den Schwaben und viele andere Dinge.“ Die Historikerin Marijana Toma erklärte: „Dass wir jetzt, im Jahr 2012, über solche Fragen sprechen, zeigt uns, dass unsere Gesellschaft Jahrzehnte lang in einem Zustand der Verweigerung, des Verschweigens gelebt hat.“ Als Schriftsteller drückte Srdan Tesin sein besonderes Interesse an den persönlichen Schicksalen der Menschen aus. „Als ich 30 Jahre alt war, fand ich heraus, dass es in Rudolfsgnad (Knicanin) ein Lager gab, dass es in Kikinda auch so etwas Ähnliches wie ein Lager gab“, so Tesin. Marko Cvejic, der junge serbische Regisseur, präsentiert das Doku-Drama „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe), in dessen Mittelpunkt die Verbrechen des Tito-Regimes an den Donauschwaben in den Jahren 1944 bis 1948 steht, in den Monaten März und April an ingesamt dreizehn Orten in der Vojvodina, ehe im Mai und Juni weitere Termine in Deutschland folgen.
Bis zum Beginn der Film-Vorführung war der Saal im Nationalmuseum von Kikinda bis auf den letzten Platz gefüllt - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
von links nach rechts die Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Politikwissenschaftlerin Jelena Krstic (Moderation), Schriftsteller Srdan Tesin, Historikerin Marijana Toma, Regisseur Marko Cvejic - Foto: Visnja Cupic Jovanovic At 10th April 2012 in the hall of the National Museum of Kikinda, filled to the last place, the projection of the film "Danube Swabians" was held.
The space was filled with about 150 visitors. A panel discussion followed the screening on which
Marijana Toma said: "Because we are talking about these issues now, in the year 2012., indicates that our society has lived for decades in a state of denial.
Zoran Ilić, journalist of TV Rubin, believes that we should call a spade a spade; here we have the terror of communism, which was in Poland and other countries awakened.
As a response to the previous statement, one participant said: "The responsibility for what happened I shouldn’t be marked as the communist terror, but the terror of individuals.
During the discussion one of the participants stated: "I experienced this film very personally. For 40 years I thought I was Hungarian, because my father told me that.
"We haven’t learned in school about this, but in my family there were older people who have said that history is not only what is taught in school, and so I learned about the Swabians and many other things.
Tijana Rolović „Das Böse lebt ewig“ – Achte Station der Film-Tour in Rudolfsgnad (3.4.2012)Mit großer Spannung wurde die achte Station der Film-Tour von Regisseur Marko Cvejic erwartet, hat sie doch die größte Symbolkraft: Rudolfsgnad (Knicanin). Ein Ort, der bis zur Internierung der deutschen Bevölkerung 3200 Einwohner hatte. Dieser Ort wurde von Oktober 1945 bis März 1948 zum größten Lager für die Deutschen in Jugoslawien mit bis zu 20 500 Gefangenen und mehr als 11 000 Toten umfunktioniert und gilt als Vernichtungslager für Alte, Kranke, Kinder und Frauen mit Kleinkindern. Die ersten Massengräber wurden im hinteren Teil des Friedhofs von Rudolfsgnad ausgehoben. Bis zum 13. Februar 1946 wurden dort 3334 im Lager verstorbene Personen begraben. Danach wurde seitens der Partisanenführung die Teletschka, eine etwa zwei Kilometer südlich des Ortes gelegene Anhöhe, für die Anlage von weiteren Massengräbern ausersehen. Dort sind vom 14. Februar 1946 bis März 1948 mehr als 7000 Deutsche verscharrt worden.
Große Emotionen in Rudolfsgnad - ein sichtlich bewegter und nachdenklicher Dorfbewohner - Foto: Visnja Cupic Jovanovic Viele Szenen des Doku-Dramas „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) wurden in Rudolfsgnad gedreht. Das einstige Haus des donauschwäbischen Großvaters von Maria Schneider, das die Enkeltocher gemeinsam mit Miso erfolgreich sucht, steht beispielsweise in Rudolfsgnad. Zur Film-Vorführung und der anschließenden Diskussion, an der Predrag Bambic (Film- und TV-Kameramann), Ethnologe Branislav Milic und Regisseur Marko Cvejic teilnahmen, waren am 3. April 2012 rund 40 Personen ins örtliche Feuerwehrhaus gekommen. Politikwissenschaftlerin Jelena Krstic moderierte die Diskussion. Branislav Milic, Ethnologe am Institut für Denkmalschutz in Großbetschkerek (Zrenjanin), erarbeitete bereits eine Ausstellung über die Häuser der Donauschwaben und sprach daher über den deutschen Einfluss auf die Architektur in den Dörfern des Banats. Kurz vor Weihnachten 2011 hatte Predrag Bambic, der zweite Diskussionsteilnehmer, seine Gedanken zu den in Serbien so lange verschwiegenen Verbrechen in Rudolfsgnad (Knićanin) auf der Internetseite der Donauschwäbischen Kulturstiftung geschildert - siehe „Archiv“: 2011-12-18 Stid (Scham) - Serbische Gedanken zu Rudolfsgnad (Knićanin) Vor Ort in Rudolfsgnad kritisierte Bambic erneut die Tabuisierung der Verbrechen an den Donauschwaben. „Das Wichtigste an dem Film ist, dass er ein Thema behandelt, dass für uns den Status eines Tabus hat, ein verbotenes Thema ist“, so Bambic, ehe er ergänzte, dass diese Verbrechen nicht nur die Deutschen in der Vojvodina, sondern auch die Deutschen in Frankreich, Polen und anderen Ländern erlitten hätten. Regisseur Cvejic betonte, dass die Frage der Gewalt gegen die Deutschen eigentlich eine universale Angelegenheit sei. „Das ist ein Drama, das nicht nur die Deutschen betrifft, denn unschuldige Menschen wurden überall umgebracht“, so der Filmemacher. Es gehe generell um Gewalt, besonders im zeitgenössischen Serbien. Eine Besucherin dankte dem Regisseur für seinen Mut und urteilte: „Das ist eine Geschichte über das Böse, das so lange existiert wie der Mensch lebt und es wird wohl ewig bestehen. … Die Geschichte handelt von unschuldigen Menschen, die gezwungen wurden, ihre Häuser zu verlassen; ihre Familien wurden umgebracht.“ Zuvor war der Film am 28. März 2012 in Maria Theresiopel (Subotica) und am 30. März 2012 in Weißkirchen (Bela Crkva) gezeigt worden. In Maria Theresiopel (Subotica/Batschka) stand vor 30 Teilnehmern einmal mehr die Frage der Kollektivschuld im Raum. Publizist Teofil Pancic meinte hierzu: „Eine Kollektivschuld gibt es nicht. Der Philosoph Karl Jaspers diskutierte diese Frage in seinem Buch 'Die Schuldfrage' (Heidelberg/Zürich 1946; Anm. DKS) und brachte dabei das Konzept der Kollektivschuld zum Einstürzen. Es gibt eine kollektive Verantwortung und das ist eine moralische Frage. Wir sind verantwortlich für Sarajevo, Srebrenica, Vukovar. Aber das bedeutet nicht, dass wir schuldig sind. War das meine Schuld, sollte ich dafür ins Gefängnis gehen? Es ist eine moralische Frage, weil es jemand in meinem Namen tat und ich hatte eine moralische Verantwortung, es zu verhindern. Und falls ich es nicht verhindern konnte, dann besteht wenigstens die Möglichkeit, den Täter zu bestrafen. Wenn der Staat das nicht getan hat, so kann ich als Bürger sagen: ‚Das war nicht in meinem Namen, ich stehe nicht dahinter. Schreib mir das nicht zu, ich identifiziere mich nicht damit.’ Diese Dinge wurden jahrzehntelang zu wenig berücksichtigt.“ In Weißkirchen (Bela Crkva/Banat) meldete sich unter den 50 Besuchern eine Angehörige der deutschen Minderheit zu Wort und berichtete von den Diskriminierungen, denen sie als Kind in der Schule ausgesetzt war. „Meine Mutter war in Pantschowa (Pancevo) im Lager, wo heute der Markt ist. Sie war ein dreizehnjähriges Mädchen. Ich würde gerne einen Film darüber machen, weil die Zeitzeugen noch leben und sich erinnern können“, erklärte die heimatverbliebene Donauschwäbin ferner. Marko Cvejic, der junge serbische Regisseur, präsentiert das Doku-Drama „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) in den Monaten März und April an ingesamt dreizehn Orten in der Vojvodina, ehe im Mai und Juni weitere Termine in Deutschland folgen.
Rund 40 Personen fanden sich im Versammlungsraum des Feuerwehrhauses in Rudolfsgnad ein - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
An der Diskussion in Rudolfsgnad nahmen Moderatorin Jelena Krstic, Regisseur Marko Cvejic, Ethnologe Branislav Milic und Kameramann Predrag Bambic (von links nach rechts) teil - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
"Der Film behandelt ein verbotenes Thema" - Predrag Bambic am 3. April 2012 in Rudolfsgnad - Foto: Visnja Cupic Jovanovic At 3rd april 2012, in the Fire fighters station in Knićanin, in front of the audience of 40 members of local community, screening of the film "Danube Swabians" was held, and immediately afterwards, a very dynamic panel discussion. Their impressions about the film, and the issues raised by, gave Predrag Bambić, film and TV cameraman DOP, Branislav Milic, ethnologist, and Marko Cvejic, director and screenwriter. Jelena Krstic, a political scientist, moderated the event. Branislav Milić, ethnologist of the Institute for the Protection of Cultural Monuments in Zrenjanin, who is also the author of the exhibition about Swabian houses, talked about the German influence on the architecture in the villages of Banat region.
"I wouldn’t like to limit the importance of this film only to his entertaining, movie aspect. After a call for dialogue, the audience had very intense and emotionally reaction to the film. Completely opposite points of view could be seen – from the approval and praise, to strongly condemn the negative attitude towards the film. One of the reasons for these reactions is that the fiction part of the film was filmed in Knićanin, so the inhabitants of this village were largely recognized it as a local story. Then, the largest camp where a biggest number of Germans killed was exactly in Knićanin. "It bothers me one part of the film. If we are talking about present time why I do not see, and I have not heard of contempt and hatred between Serbs and Germans. That bothers me. We have very good relations now.” – said Mr Jocić, president of the local comunity Knićanin and president of Serbian-German society. "I like this movie because it is something that runs, with hindsight, a taboo subject. It is positive and commendable that you went through the discussions to come to some understanding. After 60, 70 years something is done and we should continue to work on it "- said one participant.
Branislav Milic (links) sprach über den deutschen Einfluss auf die Architektur im Banat, rechts: Predrag Bambic - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
One of the younger participants in the panel reacted very emotionally, "It left me the impression of the violence, I immediately compared it to the film “Parade”, and it pointed that we are the worst. The director explained his intentions for making this film, especially that it is not drama that hit only the Germans, because innocent people are killed everywhere, the issue of violence against the Germans is a universal story, this is the topic of violence in general, especially present in contemporary Serbia.
Another participant said: "I thank you for the courage you have shown, I have to commend both sides, this is a story about the evil that exist as long as the human exist, and will probably exist eternally. To the remark of one participant, who spoke about his friendship with Germans from Knićanin, that only the end of the film is not good, the other participant answers: "This is our end, we write it with our behaviour."
Tijana Rolović, „Ohne Tabuisierung kein Balkankrieg“ – Fünfte Station der Film-Tour in Lovcenac (27.3.2012)Nach der Veranstaltung in Bad Radkersburg (Steiermark/Österreich) am 21. März 2012 – erstmals wurde der Film dort in der neuen Version mit deutschen Untertiteln gezeigt – fand der fünfte Termin der Film-Tour „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) am 27. März 2012 wieder in der Vojvodina statt: in der Bibliothek von Lovcenac, das zur Gemeinde Mali Idos (ungarisch: Kishegyes) gehört und im Norden der Batschka liegt. Moderatorin der Veranstaltung war Aleksandra Vučinić, Professorin für serbische Sprach- und Literaturwissenschaft, Gesprächspartner von Regisseur Marko Cvejic war Politikwissenschaftler Pavel Domonji. „Dies ist die dunkle Seite; etwas, das in der offiziellen Geschichtsschreibung nicht vorkommt. Der Film ist hart und muss gezeigt werden“, erklärte Domonji, ehe er auf die Frage der Kollektivschuld zu sprechen kam und dabei auf ein Problem an diesem Konzept hinwies: „Man ist schuld, weil man zu einer Gemeinschaft gehört. Aber man kann nicht die Konsequenzen für etwas tragen, an dem man nicht beteiligt war.“ Laut Pavel Domonji würde die Diskussion um Restitution und Kriegsverbrechen panische Züge annehmen. Manche Leute hätten Angst, sie würden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. „Den meisten Deutschen geht es lediglich um eine moralische Wiedergutmachung. Sie benötigen nur Anerkennung, keinen wirtschaftlichen Gewinn. Für sie ist es eine Frage der Gerechtigkeit. Leider vermisst man in Serbien den Willen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen“, bedauerte der Politikwissenschaftler. Ein Zuhörer aus dem Publikum sagte: „Die Wahrheit wurde die ganze Zeit unter den Teppich gekehrt. Heute sind keine offiziellen Mandatsträger der Stadt oder der lokalen Gemeinschaft anwesend und das ist gruselig, denn hier handelt es sich um eine gesellschaftspolitische Angelegenheit, die sie interessieren sollte. Wir sprechen jetzt über eine Sache, die vor 60 Jahren geschah! Die 90er (gemeint sind die Balkankriege in den 1990er Jahren, Anm. DKS) wären nicht passiert, wenn wir mit unserer Vergangenheit im Reinen gewesen wären.“
Engagierte Diskussionsteilnehmer in den Räumen der Bibliothek von Lovcenac - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Politikwissenschaftler Pavel Domonji (links) und Regisseur Marko Cvejic - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Politikwissenschaftler Pavel Domonji: "Der Film ist hart und muss gezeigt werden." - Foto: Visnja Cupic Jovanovic At 27th march 2012, at the premises of the National Library in Lovćenac, the projection of the film "Danube Swabians" and then the public debate in which most visitors actively participated, were held. The moderator was Aleksandra Vučinić, a professor of Serbian language and literature and the local partner of the "Danube Swabians - screening tour," and speakers were Pavel Domonji, political scientist and Marko Cvejić, director. "This is the dark side of moon, something that doesn’t exist in the official historiography. The film is heavy and it has to be showed. It runs two important questions: first is the question of collective guilt. There are two problems with this concept, you are guilty because you belong to a collectivity, but you cannot bear the consequences for something that is not your problem, in which you didn’t participated. Second problem is the trans generational guilt; it’s passed from generation to generation. Here we ask the question of dealing with the past. It cannot change the past, it can only raise awareness, so that next time we can recognize the problem", Pavel Domonji gave his impression of the film. One participant of the debate from the audience said: "The truth is constantly being pushed under the carpet. There are no representatives of the municipality and the local community today, which is scary because this is a socio political issue, and they should be concerned about it. We are now talking about what happened 60 years ago! 90’s wouldn’t happen if we clear up with the past." On the comment that the film is showing Europe in too naive and idealistic way, the director said that it was not his intention, but, above all, to do one civilizational step. Europe was highlighted because of the ability to interact with other people, meeting various contents and it’s multiculturalism, which we miss the most in our society's development. Responding to the question of restitution and war crimes, Pavel Domonji said that there is a moral panic about it. People are afraid that they will be forced to move from their homes. "Most Germans care only about the moral compensation, they need only recognition, not economic gain. It is a question of justice for them. In Serbia, unfortunately, there is no willingness to confront with the past."
Tijana Rolović „Schweigen wegen Restitution“ – Lob vom Bürgermeister - Dritte Station der Film-Tour in Mali Idos (19.3.2012)Mali Idos (ungarisch: Kishegyes) liegt im Norden der Batschka und umfasst drei Dörfer: Mali Idos, Feketitsch und Lovcenac. Ingesamt leben in diesen drei Dörfern 13 500 Menschen (Volkszählung 2002), wovon 56 Prozent der ungarischen Minderheit angehören. Mali Idos selbst hat 4800 Einwohner. Dort fand am 19. März 2012 die dritte Veranstaltung der Vojvodina-Film-Tour von Regisseur Marko Cvejic und seinem Film „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) statt. Moderatorin des anschließenden Gesprächs zwischen Regisseur Marko Cvejic und dem Journalisten Gyula Mirnics (Radio Television Vojvodina) war die Politikwissenschaftlerin Jelena Krstic. Journalist Mirnics vertrat die Auffassung, dass einer der Gründe, nicht über das sensible Thema der Verbrechen an den Donauschwaben öffentlich zu sprechen, in der Verbindung mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Restitutionsgesetze liegt. Seiner Ansicht nach sollte es die Aufgabe der Abteilung für Dokumentation in den Fernsehstationen sein, diese Themen zu behandeln. Mirnics bedauerte, dass es eben nicht die für Dokumentation zuständigen Fernsehjournalisten sind, die diesen Film gedreht haben. Er zeigte sich zudem darüber erstaunt, dass der Film von einem Serben und nicht von einem Deutschen oder Ungarn gedreht wurde. Der Bürgermeister von Mali Idos sagte: „Ich muss den Autor loben, es ist ein sehr guter Film. In früheren Jahren habe ich viel mit den Deutschen gesprochen, die hier aufgewachsen sind und jetzt ist es die letzte Möglichkeit, einen solchen Film zu machen, weil diese Leute nicht mehr lange leben werden und deshalb auch nicht mehr erzählen können, was mit ihnen geschehen ist.“
Veranstaltungsort: Mali Idos, Saal der örtlichen Feuerwehr - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Gespräch nach der Filmvorführung mit Journalist Gyula Mirnics (links), Regisseur Marko Cvejic (mitte) und Moderatorin Jelena Krstic (rechts) - Foto: Visnja Cupic Jovanovic At 19th March 2012 in the premises of the Fire fighters station of Mali Iđoš, the projection of the film "Danube Swabians" was held, and after that the panel discussion which included 35 members of local community. The moderator was Jelena Krstic, political scientist, and speakers at the panel discussion were: a journalist of Radio Television of Vojvodina, Gyula Mirnic, and director and screenwriter, Marko Cvejic. The local partner of the screening tour, Gabor Virag, infront of the Writers' Association of Vojvodina and the Municipality of Mali Iđoš, welcomed the participants and audience in brief introductory speech in Hungarian, where he explained his motivation to support the project "Danube Swabians screening tour." In the panel discussion, journalist Gyula Mirnics said that the turning point in dealing with this sensitive topic is related with economic aspect of the restitution Law, which is one of the reasons not to talk about it in public. Asked by the moderator whether the journalist's job to deal with such issues, and their role in this, Mirnics said that it should be the job of documentary department in TV station, and that he regretted they are not the one who has made this film. He expressed his astonishment that film was made by a Serbian director, and not, for example, German or Hungarian. Mayor of Mali Iđoš said: "I must commend the author, it’s a very good film. In previous years I have talked a lot with the Germans who grew up here, and now is the last moment to make a film like this one, because these people will not live much longer to tell what happened to them." Marko Cvejic, director, said that on this tour, despite some criticism addressed to him personally and to the film as well, two things move forward and forced to keep on. First one is that people approach to him each time after the screening, saying they did not know anything about this subject, and second, even greater recognition comes from several professors who want to teach this topic to their students and to engage his film in classes of history and civil education. The screening tour will last until June, and as a final product of the project, the publication will be published. It will consist impressions, photographs and interesting quotes from the panel discussion, and individual contributions of individual intellectuals who supported the project. “Schuld muss individuell sein” – Zweite Station der Film-Tour in Feketitsch (18.3.2012)Die zweite Station der Vojvodina-Film-Tour führte das Team um Regisseur Marko Cvejic (Die Donauschwaben/Danube Swabians/Podunavske Svabe) am 18. März 2012 nach Feketitsch (Feketić), das laut Volkszählung aus dem Jahre 2002 über 4308 Einwohner verfügt, darunter 60 Prozent Magyaren. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Dramaturgin Ljubinka Stojanovic, am Gespräch nahmen Philosophie-Professor Zlatko Jelisavac und Regisseur Marko Cvejic teil. „Es ist unmöglich, dass die ganze Nation schuldig sein kann für Verbrechen, die Schuld muss individuell sein“, kritisierte Cvejic die kollektive Verurteilung der Donauschwaben durch die Tito-Partisanen.
Der Veranstaltungsort: Evangelische Kirche in Feketitsch - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Moderatorin Ljubinka Stojanovic und Philosophie-Professor Zlatko Jelisavac - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Moderatorin Stojanovic, Professor Zlatko Jelisavac und Regisseur Marko Cvejic - Foto: Visnja Cupic Jovanovic At the Evangelical church in Feketic, the projection of the film and a panel discussion were held, as part of Vojvodina tour of the film "Danube Swabians". 30 representatives of local community attended the event. Ljubinka Stojanovic, dramaturge, moderated the event. A personal impression of the film and the topic gave Zlatko Jelisavac, a professor of philosophy and Marko Cvejic, director and screenwriter. In the introductory part of panel discussions, the director talked about the problems which he encountered during filming, especially the closeness of people and “tabooisation” of this issue, and about the fact that many people were afraid to speak publicly about their sufferings during the persecution, and that some of them did it for the first time in this film. Fiction part of the film, love story of two young people belonging to different cultures and social milieus was logical for the author, and in his opinion it was something that successfully connected all the testimonies in the film form. Professor Zlatko Jelisavac referred to the philosophers who have dealt with the topic of collective guilt and responsibility. He pointed to the importance of historical memory and recording testimonies of Germans, because we cannot let their history be erased. "The intimate story of an individual is what connects us with the story, and so we can feel what they were passing through, and this is the right way to preserve history," said Professor Jelisavac. "Congratulations, I am full of impressions!", said one participant after the movie. "Even one victim is a lot. It should be noted, and not making a political struggles who had more victims, and who was made a scapegoat. Danube Swabians have left a trace here in the entire infrastructure. ‘They’ are all crashing to destroy evidence. Because this fact, it’s a good film, this is the last chance, you sent ‘them’ this message." "It is important to set properly the events in history. Our contribution is that we, as a younger generation, opened this topic and start a debate about the fact which the older generations couldn’t", said the director. "After London, Vojvodina is the second in Europe by number of nations and cultures living in the same region. This is the value that should be a base of the Serbian state, the multiculturalism, not the defence of war criminals. It is impossible that the whole nation can be guilty for the crimes, the guilt must be individualized." "Danube Swabians screening tour film" is lasting until June. It includes the screenings and launches public debates about the persecution of the Germans after the Second World War by the Communist regime, and attempts to withdraw the parallels with the situation in contemporary Serbia, through the term "collective guilt". Apart from Vojvodina, the tour will take place in Belgrade, Austria and Germany as well.
Tijana Rolović 2012-03-16 „Den Studenten zeigen“ - Erfolgreicher Auftakt der Film-Tour in Apatin (15.3.2012)„Ich denke, es war ein großer Tag für den Film 'Die Donauschwaben'“, zeigte sich Regisseur Marko Cvejic nach der Auftaktveranstaltung der Film-Tour durch die Vojvodina am 15. März 2012 in Apatin sehr zufrieden. Über 150 Besucher hatten sich im Kulturzentrum eingefunden und im Anschluss an die Filmpräsentation den Ausführungen von Boris Mašić vom deutschen Kulturverein „Adam Berenc“ in Apatin und dem Regisseur gelauscht. Die Reaktionen waren sehr positiv. Besonders erfreulich waren die Wortmeldungen zweier Professoren, die darum baten, ihren Studenten den Film zeigen zu dürfen. Zur Veranstaltung waren Vertreter der meisten lokalen Medien erschienen wie 025info, Radio Apatin, TV Apatin und Radio Danube.
Kulturzentrum Apatin - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Regisseur Marko Cvejic (links) und Boris Masic (deutscher Kulturverein "Adam Berenc") im Gespräch - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Regisseur Marko Cvejic (links) und Boris Masic auf dem Podium - Foto: Visnja Cupic Jovanovic On Thursday, 15th March 2012, in the Cultural Centre of Apatin, a first screening of the film "Danube Swabians" was held. More than 150 people were present at the screening. At the panel discussion that followed the screenings, Boris Mašić, lokal partner from German association "Adam Berenc", and Marko Cvejić, director and screenwriter were talking. Teofil Pančić, journalist, who was announced as a speaker on this panel discussion, was unable to attend because of health reasons, but most likely he will participate in one of the next screenings. Some of the topics in the panel discussion were: motivation of director to research the sufferings of the German people in Vojvodina after the Second World War, during the communist regime, and the question of collective guilt through discourse and parallels between post-war Germany and contemporary Serbia.
Maria Schneider (Zala Vidali) auf der Suche nach dem Haus ihres donauschwäbischen Großvaters - Foto: Visnja Cupic Jovanovic
Here's what some of the spectators said in the panel: The event was attended by most of the local media, 025info, Radio Apatin, TV Apatin and Radio Danube. 2012-03-04 18 Termine: Film-Tour von „Die Donauschwaben“ beginnt am 15. MärzSeine Premiere feierte der serbische Film „Die Donauschwaben“ (Danube Swabians/Podunavske Svabe) bereits im Juni 2011 in Neusatz (Novi Sad), eine viel beachtete Vorführung fand im Dezember 2011 in Belgrad statt. In einer Reihe an serbischen TV-Stationen, Radio-Sendern und Zeitungen, aber auch in deutschen Medien wurde darüber berichtet. Am 15. März 2012 beginnt nun die Film-Tour durch die Vojvodina, die durch weitere Veranstaltungen in Österreich und Deutschland ergänzt wird. Ursprünglich war als erste Station der Vojvodina-Tour Rudolfsgnad (Knicanin) geplant und zwar als bewusste symbolische Geste von Regisseur Marko Cvejic. Dieser Ort wurde von Oktober 1945 bis März 1948 zum größten Lager für die Deutschen in Jugoslawien mit bis zu 20 500 Gefangenen und rund 11 000 Toten umfunktioniert und gilt als Vernichtungslager für Alte, Kranke, Kinder und Frauen mit Kleinkindern.
Dieses seit vielen Jahren verlassene Haus in Rudolfsgnad dient im Film als Kulisse für das einstiges Haus des donauschwäbischen Großvaters von Maria Schneider, das die Enkeltocher gemeinsam mit Miso sucht - Foto: Marko Cvejic Aus terminlichen Gründen ließ sich das nun nicht verwirklichen, die Vorführung in Rudolfsgnad findet daher erst am 3. April 2012 statt. Die Auftaktveranstaltung am 15. März 2012 wird jetzt in Apatin durchgeführt. „Ich habe das akzeptiert, weil es in symbolischer Hinsicht auch in Ordnung ist, wenn wir in Apatin starten, der einst größten deutschen Siedlung in der Vojvodina“, erklärt Regisseur Cvejic. Nach jeder Filmvorführung in der Vojvodina steht eine Podiumsdiskussion mit ein bis zwei Intellektuellen zuzüglich Regisseur Cvejic sowie einem Moderator auf dem Programm. „Alle Teilnehmer sind in der serbischen Gesellschaft etablierte Intellektuelle, so dass ich in der Tat hoffe, dass dieser Sachverhalt dem Film, dem Thema an sich und dem Projekt eine große Aufmerksamkeit bereitet“, so Cevjic.
Hier die Daten in der Übersicht:
Weitere Informationen in serbischer und englischer Sprache unter: 2012-01-23: Serbischer Film jetzt auch auf youtubeSeit 19. Januar 2012 kann man einen knapp dreiminütigen Zusammenschnitt des bemerkenswerten serbischen Films von Regisseur Marko Cvejic "Danube Swabians" (Die Donauschwaben) auf youtube einsehen. Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=WAUlwTqCYXI
2011-12-10 Serbischer Film: Furiose Premiere in Belgrad vor 300 BesuchernDie Stunden vor der Premiere in der Hauptstadt sind für Marko Cvejic sehr hektisch. Ein Termin bei der lokalen TV-Station, ein letzter Technik-Check und kurz vor Beginn der Aufführung im Kinosaal des zentral gelegenen Belgrader Jugendzentrums ein weiteres Fernsehinterview. Der Besucherandrang übertrifft denn auch alle Erwartungen des 33-jährigen Filmregisseurs. Rund 300 Personen, darunter mehr als die Hälfte deutlich unter 50 Jahre, sind am 7. Dezember 2011 an einem Film interessiert, der ein jahrzehntelanges Tabu in Serbien behandelt: „Danube Swabians“ – die Donauschwaben.
Kurz vor der Veranstaltung gibt Regisseur Marko Cvejic ein Fernsehinterview - Foto: Vishnja Cupic Über jene Deutschen also, die im 18. Jahrhundert dem Ruf der habsburgischen Kaiser - damals in Personalunion Könige von Ungarn - folgten und in drei großen Schwabenzügen das nach den Türkenkriegen vielerorts entvölkerte und verheerte Königreich Ungarn besiedelten. Ein Siedlungsschwerpunkt war die heutige Vojvodina: Banat, Batschka und Syrmien. Über jene Deutschen, die zwischen 1944 und 1948 in den kommunistischen Lagern einen hohen Blutzoll entrichten mussten. Von den 170 000 Internierten - vorwiegend Greise, Frauen und Kinder, denn die Männer im wehrfähigen Alter waren schließlich beim Militär – starben 51 000, darunter mehr als 6000 Kinder. Wie kam nun Marko Cevjic zu diesem Thema? „Es begann mit persönlichen Auseinandersetzungen über die Kollektivschuld“, so der gebürtige Vojvodiner. „Mit Fragen wie: Muss ich mich schuldig fühlen für die serbischen Verbrechen in den 1990er Jahren? Was habe ich damit zu tun?“ Für sich beantwortete er die Frage mit Nein, Schuld könne nur eine individuelle Sache sein. So gerieten für den nun in Belgrad lebenden Regisseur die Donauschwaben ins Blickfeld, denen eben gerade mit Begründung der Kollektivschuld alle staatsbürgerlichen Rechte aberkannt worden waren. Cvejic und sein junges Team sind explizite Verfechter der Menschenrechte. Die Filme sollen ein Mittel sein, um sie stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Eigentlich hätte die Veranstaltung in Belgrad am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, stattfinden sollen. Weil dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich war, fand die Filmvorführung mit anschließender Diskussion drei Tage früher statt.
Das Filmplakat im Belgrader Jugendzentrum zeigt die Telecka-Gedenkstätte bei Rudolfsgnad - Foto: Jovica Stevic Im Film werden die Verbrechen an den unschuldigen deutschen Zivilisten zwischen 1944 und 1948 thematisiert. Die Befragung von Erlebnisträgern wird kombiniert mit einer fiktiven Handlung, die in der Gegenwart spielt. Eine junge Frau aus Deutschland (Maria Schneider, gespielt von der slowenischen Studentin Zala Vidali) ist auf der Suche nach dem Haus ihres Großvaters in der Vojvodina. Auf ihrer Suche lernt sie Miso (gespielt vom montenegrinischen Schauspieler Milivoje Obradovic) kennen, einen jungen Mann, dessen Vorfahren nach dem Zweiten Weltkrieg aus Montenegro in die Batschka kamen. Sie verlieben sich ineinander. Maria Schneider findet das Haus ihres Großvaters, das seit 50 Jahren verlassen ist – ein Haus in Rudolfsgnad. Vom Bürgermeister erhält sie die Erlaubnis, in diesem Haus ein Fotostudio einzurichten. Doch es gibt kein glückliches Ende. Nationalisten brennen das Haus nieder und vertreiben das junge Paar – Maria ergeht es wie ihrem Großvater. Im Schlussdialog zwischen dem im Auto fliehenden Liebespaar fragt Miso Maria: „Where are we going now?“ Maria antwortet: „Nach Europa.“
Podiumsdiskussion mit Regisseur Marko Cvejic und Prof. Zoran Ziletic - Foto: Vishnja Cupic In der Diskussion wird von mehreren Besuchern die jahrzehntelange Tabuisierung der Verbrechen an den Deutschen angeprangert und kritisiert, dass man in der Schule nie davon erfahren habe. Ein Teilnehmer wundert sich, warum die deutsche Politik in dieser Angelegenheit bisher keinen Druck auf Serbien ausgeübt hat, ein anderer berichtet darüber, wie er zufällig auf die Existenz von den Massengräbern in Rudolfsgnad gestoßen und daraufhin zur Telecka-Gedenkstätte gefahren ist: „Das war für mich ein Schock. Ich habe Wochen gebraucht, um mich davon zu erholen.“ Donauschwaben, die noch in Serbien leben und die deutsche Sprache nicht mehr beherrschen, sind aufgewühlt und dankbar, dass Cvejic mit seinem Film ein Tabu gebrochen hat. Dass man nun endlich öffentlich über das erlittene Leid der Familienangehörigen ohne Angst sprechen kann – in Belgrad, der einstigen Machtzentrale Titos. Aufschlussreich war der Hinweis von Regisseur Marko Cvejic, dass er im Rahmen des Filmes auch mit einer Reihe an ehemaligen Partisanen gesprochen hatte. Keiner erklärte sich allerdings bereit, in dem Film vor der Kamera zu posieren. Auf seine Frage, was sie zwischen 1944 und 1948 bei den Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien angetrieben habe, antworteten sie einhellig: „Eigentum.“ Wie der Historiker Götz Aly im September 2010 in Berlin in seinem Vortrag „Ethnische Politik im 20. Jahrhundert: Eine Folge des Strebens nach nationaler und sozialer Gleichheit“ erklärte, hatte Tito schon während des Krieges „als hauptsächliche Verfügungsmasse für die kommunistische Landreform“ den Landbesitz der deutschen Minderheit im Banat – immerhin laut Aly 637 000 Hektar – eingeplant. Bei dieser Landreform beziehungsweise Enteignung der Donauschwaben kamen die Partisanen besonders gut weg.
Mit der Theiß bei Rudolfsgnad beginnt der Film - Foto: Jovica Stevic Nach der professionellen und sehr eindrucksvollen Veranstaltung geht der Rummel um Marko Cvejic weiter. Im März 2012 steht eine Tour durch die Städte und Dörfer der Vojvodina an. Um „Danube Swabians“ auch in Deutschland und Österreich zu präsentieren, werden nun außerdem deutsche Untertitel erstellt. Bis auf die deutschen Passagen der donauschwäbischen Enkelin Maria Schneider wird im Film ausschließlich serbisch gesprochen - mit englischem Untertitel. Die Premiere in Belgrad, die von Beiträgen in Fernsehen, Radio und Zeitungen begleitet wurde, war jedenfalls ein Meilenstein. „Ich glaube, dass wir mit dieser Veranstaltung ein gutes Stück vorangekommen sind“, bilanzierte Cvejic zufrieden. Sein ehrgeiziges Ziel formulierte er so: „Hoffentlich haben wir am Ende unseres Projektes einen kleinen, aber wichtigen Einfluss auf die öffentliche Meinung in Serbien genommen.“ Eine Fotoserie zur Veranstaltung kann unter folgendem Link auf der Internetseite des Belgrader Jugendzentrums angeklickt werden: http://www.domomladine.org/vesti/podunavske-svabe-premijerno-u-prepunom-bioskopu-dob-a/ Außerdem ist auf der Internetseite der serbischen Filmproduktionsfirma http://www.mandragorafilm.com/ ein Beitrag (einschließlich Fotos) in serbischer und englischer Sprache eingestellt. Man findet ihn unter "Aktuelno" beziehungsweise "News". Wer seinen Teil dazu beitragen will, dass die Tour in der Vojvodina in ihrer größtmöglichen Variante durchgeführt und die Erstellung der deutschen Untertitel rasch realisiert wird, kann dies mit einer Zuwendung an die Donauschwäbische Kulturstiftung unter dem Stichwort „Serbischer Film“ tun.
Bankverbindung der Donauschwäbischen Kulturstiftung:
Kontaktdaten der serbischen Filmproduktionsfirma (Anfragen in serbischer oder englischer Sprache): 2011-11-04 Serbischer Film ab sofort als DVD lieferbarPremiere hatte der so eindrucksvoll das schlimme Schicksal der Donauschwaben beschreibende Film „Danube Swabians“ (Die Donauschwaben) des serbischen Regisseurs Marko Cvejic bereits im Juni in der Batschka. Nun gibt es auch die Möglichkeit, den von der Donauschwäbischen Kulturstiftung geförderten Film als DVD käuflich zu erwerben. Für 15 Euro bzw. 22 USD (Versandkosten inklusive) kann die DVD direkt aus Serbien bezogen werden. Es genügt eine eMail an mandragorafilm@gmail.com, in welcher lediglich die Anschrift und das DVD-Format (für Bestellungen aus Europa: DVD-PAL; für Bestellungen aus den USA: DVD-NTSC) des Bestellers genannt werden müssen. Nach Überweisung des Betrages – mit dem Stichwort „DVD – Danube Swabians“ - wird die DVD umgehend ausgeliefert. Die Dauer des Postweges beträgt zwischen sieben und zehn Tagen. Wichtiger Hinweis: Sprechen Sie vor der Überweisung mit Ihrer Bank über eventuell anfallende Gebühren. Weil PayPal in Serbien nicht existiert, kann es bei bestimmten Überweisungsmodalitäten zu hohen Gebühren kommen. Bei "Money Gram" beträgt die Gebühr lediglich zehn Prozent des Betrages. Bei Unsicherheiten oder Problemen können Sie sich per E-Post an mandragorafilm@gmail.com wenden. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, den Betrag auf das Konto der Donauschwäbischen Kulturstiftung zu überweisen. Unsere Bankverbindung finden Sie unter den Menüpunkten "Übersicht" und "Kontakt". In diesem Falle bitte eine Nachricht an kulturstiftung@donauschwaben.net senden, damit wir die serbische Produktionsfirma umgehend über den Eingang des Geldes in Kenntnis setzen können.
Die Überweisungsdaten lauten:
2011-10-31 Serbischer Film: Vorführungen im Banat und in der BatschkaDer so eindrucksvoll das schlimme Schicksal der Donauschwaben beschreibende Film „Danube Swabians“ (Die Donauschwaben) des serbischen Regisseurs Marko Cvejic wurde jüngst sowohl im Banat als auch in der Batschka gezeigt. Dem Auftritt im Kulturzentrum von Neusatz (Novi Sad) am 25. Oktober 2011 folgte nur drei Tage später die Vorführung im Kulturzentrum von Großbetschkerek (Zrenjanin).
25. Oktober 2011 - Kulturzentrum Neusatz (Novi Sad) „Der Film fand eine sehr hohe Akzeptanz“, zeigte sich Regisseur Cvejic mit der Resonanz des Publikums zufrieden. Die Veranstaltung wurde in lokalen Medien angekündigt, Radio Novi Sad berichtete darüber. Nach beiden Veranstaltungen kamen viele Leute auf Cvejic, zugleich Direktor der Produktionsfirma „Mandragora Film“, zu und sagten: „Vielen Dank für diesen Film, wir wussten nichts über diese Thematik.“ Wie der engagierte junge Regisseur betont, sei dies die größte Auszeichnung für ihn und eine Bestätigung dafür, dass er auf der richtigen Seite stehe. „Und ich werde weiterhin für Menschenrechte und Toleranz eintreten“, so Cvejic. Da trifft es sich gut, dass die nächste Veranstaltung in Belgrad am 10. Dezember 2011, dem Tag der Menschrechte, stattfindet.
28. Oktober 2011 - Kulturzentrum Großbetschkerek (Zrenjanin) Summary of Marko Cvejic: Mehr über die beiden Veranstaltungen in Neusatz (Novi Sad) und Großbetschkerek (Zrenjanin) auf der Internetseite der Produktionsfirma "Mandragora Film":
28. Oktober 2011 - Kulturzentrum Großbetschkerek (Zrenjanin) Die Kontaktdaten der serbischen Produktionsfirma und dem Regisseur Marko Cvejic, der zugleich Gründer und Vorsitzender der Produktionsfirma ist (Anfragen in serbischer oder englischer Sprache): MANDRAGORA FILM Bankverbindung (bank details): Account with institution: Beneficiary: 2011-06-26 Serbischer Film: Erfolgreiche Premiere in NeusatzAuf ein großes Echo und eine erfreulich positive Resonanz stieß der von der Donauschwäbischen Kulturstiftung geförderte Film „Die Donauschwaben“ bei seiner Premiere am 15. Juni 2011 in Neusatz (Novi Sad/Batschka). Im Anschluss an den zweisprachigen Film (deutsch/serbisch) mit englischen Untertiteln wurde unter Anwesenheit des serbischen Regisseurs Marko Cvejic und Dr. Agnes Ozer, der Kuratorin des Museums der Vojvodina, ausführlich über den Inhalt sowie die Geschichte der Donauschwaben diskutiert. Im September 2011 wird es in Neusatz weitere Vorführungen geben. Außerdem wird der Film im Herbst an mehreren Orten der Vojvodina gezeigt, ehe er auch in Deutschland und Österreich zu sehen sein wird.
2011-06-02 Serbischer Film "Die Donauschwaben": 15. Juni Premiere in NeusatzAm Mittwoch, dem 15. Juni 2011 (20 Uhr) ist es nun soweit: Der von der Donauschwäbischen Kulturstiftung geförderte Dokumentarfilm eines sehr professionellen serbischen Filmemachers mit dem Titel „Die Donauschwaben“ feiert seine Premiere und zwar in Neusatz (Novi Sad/Batschka) im dortigen Kulturzentrum. Das Filmteam wird ebenso anwesend sein wie eine Reihe an Personen, die in der Dokumentation vorkommen. Nach der Vorführung findet eine Diskussion über das Leben und Leiden der Donauschwaben statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Filmvorführungen in Deutschland und Österreich sind in Planung.
DANUBE SWABIANS Written and directed: MARKO CVEJIC Sinopsys: Premiere screening of the film "Danube Swabians" will be held on June 15th at 20h, in the Cultural Center of Novi Sad. The film crew and many participants of the film will be present. After the screening, there will be panel discussions on the topic of life and suffering of Danube Swabians. Admission free. 2011-03-10 Donauschwäbische Kulturstiftung fördert serbischen FilmIm Juni 2011 soll das bemerkenswerte Filmprojekt abgeschlossen sein. Schon jetzt will die Donauschwäbische Kulturstiftung auf den Dokumentarfilm „Die Donauschwaben“ hinweisen. Weil es sich um ein außerordentlich professionelles Projekt eines jungen serbischen Filmemachers aus Groß-Betschkerek (Zrenjanin/Banat) handelt, hat sich die Donauschwäbische Kulturstiftung nach Sichtung des Filmmaterials dazu entschlossen, diesen zweisprachigen Film (serbisch/deutsch) ideell und finanziell zu unterstützen.
Thematisiert werden die Verbrechen an den unschuldigen deutschen Zivilisten zwischen 1944 und 1948. Die Befragung von Erlebnisträgern wird kombiniert mit einer fiktiven Handlung, die in der Gegenwart spielt. Eine junge Frau aus Deutschland (Maria Schneider) ist auf der Suche nach dem Haus ihres Großvaters in der Vojvodina. Auf ihrer Suche lernt sie Miso kennen, einen jungen Mann, dessen Vorfahren nach dem Zweiten Weltkrieg aus Montenegro in die Batschka kamen. Sie verlieben sich ineinander. Maria Schneider findet das Haus ihres Großvaters, das seit 50 Jahren verlassen ist. Vom Bürgermeister erhält sie die Erlaubnis, in diesem Haus ein Fotostudio einzurichten. Doch es gibt kein glückliches Ende. Nationalisten brennen das Haus nieder und vertreiben das junge Paar – Maria ergeht es wie ihrem Großvater. Da der Etat der Filmproduktion noch nicht vollständig gedeckt ist, will die Donauschwäbische Kulturstiftung zu finanzieller Unterstützung dieses so eindrucksvollen Projektes ermutigen. Kontaktdaten: MANDRAGORA FILM Bankverbindung (bank details): Account with institution: Beneficiary: In englischer Sprache nun eine Selbstdarstellung der serbischen Produktionsfirma: Working title: THE DANUBE SWABIANS This film tells the story of the Danube Swabians: a people who are descendents of the earliest German tribe that settled in the Vojvodina region in the 18th century, in pursuit of a better life. It follows their destiny from the beginning of their immigration to this area, until the present day, it intends to research in greater depth the mutual Serbo-German past in Vojvodina. It will cast a light on the following aspects: the begining of immigration of Germans in this area, their role in development of this deserted and undeveloped region, their part in World War II and their attitude towards the local population, the mass graveyards of ethnic Germans, the confiscation of their property, as well as their position today, in contemporary Serbia. It intends to provoke reflection on the taboo of collective guilt placed on the entire ethnic German population in Vojvodina, as well as on the existence of destructive and manipulable nationalist tendencies that still have considerable relevence to this multi-faceted territory today.
Vojvodina lies in the northern part of Serbia, on the Pannonian plain. This region, for centuries part of the Austro-Hungarian Empire, is known for the diversity of its culture, belonging not only to the Serbian majority, but to all the ethnicities of the region. With over 30 ethnic groups, Vojvodina is one of the most heterogeneous regions in Europe. Before the Second World War, more than half a million Swabians lived in Yugoslavia, mainly in Banat region. Until 1992 there was absolute silence regarding all things that had happened to the Swabians in Yugoslavia after October 1944: they were banished from their homes, had their property confiscated, children and the elderly were thrown into concentration camps, where about 47 000 died due to forced labour, hunger and illness. An estimated 400 000 Swabians were expelled from Vojvodina. All their property, citizenships and human rights were taken from them, as they were charged with having collaborated with the Nazi occupiers. The catastrophic outcome for this group was their almost total disappearance from the area. According to the official report of the last 2002 census in Vojvodina, 3 981 people had the courage to declare themselves as of German ethnic origin. A small number of Germans living in Serbia today formed associations in attempts to preserve their national identity through the re-learning of and preservation of their language, by nourishing their customs, by becoming acquainted with the history and culture of their nation and above all through the regulation of German-speaking minority status in order to cast away the anathema of collective German guilt, also to provide their children with an opportunity to travel to and study in Germany.
In the year 2000, the Provincial Parliament of Vojvodina adopted a resolution on the non-admission of collective guilt and stated that by this act the atmosphere of trust and co-operation with the Danube Swabians had been re-established. Official Serbian Parliament never did it. Marko Cvejic, born in 1978 in Zrenjanin, Yugoslavia. Graduated film and theater directing at the Art Academy in Novi Sad. Finished master studies of film and media at the FDA in Belgrade. Founder and president of the independent production MANDRAGORA FILM. Made over ten short and feature lenght films. Teaching at Film School of DKSG (Culture Centre Student City) Belgrade subject “film language and editing”. In past couple of years he has been exploring and presenting culture and tradition of many nations who live in his neighbourhood. Mandragora film was opened in 2006 to make creative documentary films that aim to raise awareness about forgotten traditions and cultural roots so often the basis for the questions at the heart of societal issues today. By using a part fictive, part authentic documentary film style, the intricate historical, political and societal contexts of the theme focused on are highlighted through poignant human stories. Our common goal is to creatively follow the trends of presenting the reality of our life through the resurrection of long-forgotten values in conflict with the modern trends of living communities. Directors statement: I grew up in the town of Zrenjanin where I was early introduced with the vivid culture and customs of various nations lived in my surroundings. The past events and relations should be explained for the ability to look towards a peaceful, better future with the minimal prejudice. I feel it is crucial to raise awareness in an objective way about the harm that is created when tarring a whole community with the same brush of collective guilt: about the destruction created in the life of individuals, the consequential of victim mentality that is created and the reproduction of these situations time and again in history. Not in order to reveal or write some kind of a new view of history, but to give a chance to speak for those who haven’t had that chance yet, either for repression, fear or personal destiny. A sensitive parallel can be drawn between contemporary Serbia and Germany after WWII. Particularly at this time, twenty years after the fall of the Berlin wall when certain battles have come so far, and yet others, in Serbia are still very fresh. It is clear that only tolerance and a will to understand others can help to move Serbian society forward, away from close minded, backward looking politics and towards a more open integrated world. |